Mütterlobby

Die Mütterlobby wurde von mir 2011 als Facebook-Initiative gegründet. Es gab damals keine Interessensvertretung für Mütter. Die Gruppe wuchs sehr schnell, so dass acht von ihnen Ende 2012 den Verein Mütterlobby e. V. gründeten und die Homepage online stellten.

Aufgaben der Mütterlobby

Zum einen wollte der Verein auf die strukturellen Missstände in familienrechtlichen Verfahren aufmerksam machen. Zum anderen wurde den Gründerinnen schnell klar, dass die Entwicklung im Familiengericht nur möglich war, weil Mutterschaft in Deutschland generell keinen schützenswerten Stellenwert zu haben scheint.

Mütterlobby setzt sich dafür ein, die gesellschaftliche, rechtliche und finanzielle Position von Müttern, insbesondere alleinerziehenden Müttern, zu verbessern und Frauen auch mit Kindern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Schneller Erfolg, aber zu wenig Strukturen

Der Erfolg überrannte die Vereinsgründerinnen. Es gab also dringenden Bedarf. Aber der Verein wuchs schneller, als die Strukturen aufgebaut werden konnte. Erschwerend kam hinzu, dass es  – wie in jedem Verein leider üblich – sehr bald Streit unter den Vorstandsmitgliedern gab. Das ist auch nicht verwunderlich, denn man darf nicht vergessen, dass hier belastete und zum Teil traumatisierte Frauen versuchten, sich in einem hochemotionalen Thema sachlich zu positionieren, um auch von Politik und Presse beachtet zu werden. Der Verein scheiterte und musste nach gut zwei Jahren aufgelöst werden.

Betroffene Mütter sind schwer zu mobilisieren

Weitere Versuche, die Initiative auf solide Vereins-Füße zu stellen, scheiterten bisher immer wieder an systembedingten Problemen:

  • Frauen in familienrechtlichen Verfahren sind oftmals traumatisiert, mutlos und resigniert. Sie glauben nicht mehr, dass sie etwas bewirken können und fangen deshalb gar nicht erst an, sich gegen die Missstände aufzulehnen.
  • Auf der anderen Seite haben viele Frauen Angst, sich politisch zu engagieren, weil sie befürchten, der Kindesvater oder andere Verfahrensbeteiligte könnten das in den Verfahren gegen sie verwenden. Diese Angst ist begründet; mir sind solche Fälle bekannt.
  • Betroffene Mütter sind einfach überfordert. Sie müssen sich neben Kindererziehung und Haushaltsführung mit zeitaufwändigen Gerichsverfahren auseinandersetzen. Außerdem müssen die meisten zusätzlich vollständig selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen.

Mütterlobby im Dornröschenschlaf

Die Mütterlobby wird derzeit als Initiative betroffener Mütter und Familienangehöriger von einigen wenigen Frauen geführt. Ihre Aufgabe ist es, mit den geringen verfügbaren Ressourcen Mütter zu informieren und zu vernetzen. Die Mütterlobby steht als Ansprechpartner für Verwaltung, Politik und Presse zur Verfügung.

Letztlich fehlt es an einem Dutzend engagierter und mutiger Frauen, den Verein wieder zum Leben zu erwecken. Der Bedarf ist definitv vorhanden!

Vielleicht fühlen Sie sich stark genug, daran mitzuwirken. Dann empfehle ich, entweder über Email oder über die Facebook Gruppe Mütterlobby Kontakt aufzunehmen.

 

 

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