Anwalt

Wie finde ich einen guten Anwalt?

Das ist eine wichtige und oftmals entscheidende Frage! Viele Mütter in familienrechtlichen Auseinandersetzungen sind sich bei der Suche nach einem Anwalt unsicher:

Soll ich eine Frau nehmen in der Hoffnung, sie versteht die Situation besser? Oder lieber ein Mann sein, weil ich denke er kann sich besser durchsetzen gegen den Kindesvater? Ist Erfahrung wichtig? Oder sollte ich vielleicht einen aggressiven jüngeren Anwalt wählen?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich viele betroffene Frauen, denn es geht um das Wertvollste in ihrem Leben: Es geht um ihre Kinder! Auch wenn es bei weitem nicht der einzige Faktor ist, entscheidet die Wahl des richtigen Anwalts oder der Anwältin* den Ablauf des Verfahrens wesentlich mit. Es lohnt sich deshalb, einiges im Vorfeld zu bedenken und zu prüfen, bevor Sie einen Anwalt beauftragen. 

*im Folgenden wegen der besseren Lesbarkeit wird nur die neutrale Version Anwalt verwendet

Anwalt wechseln ist möglich, aber schwierig

Es ist zwar möglich, mitten in den Verfahren den Anwalt zu wechseln. Aber ein Anwaltswechsel ist meist mit Mehrkosten und Unruhe verbunden. Einerseits sind die familienrechtlichen Verfahren sowieso schon emotional belastend. Andererseits sind möglicherweise bereits entscheidende Weichen im Prozess gestellt, die manchmal nur schwer änderbar sind. Intensive Überlegungen können daher vor Beauftragung eines Anwalts nicht nur Geld sparen, sondern auch Ihre Nerven. Vor allem dann, wenn aufgrund der Persönlichkeit des Kindesvaters mit schwierigen Auseinandersetzungen zu rechnen ist und/oder wenn es um viel Geld geht. 

Woran erkenne ich einen guten Anwalt?

Grundsätzlich ist ein guter Anwalt jemand, der Ihre Interessen mit fachlicher Versiertheit und persönlicher Reife vertritt.

Natürlich verdient ein Anwalt mit seiner Tätigkeit in erster Linie seinen Lebensunterhalt. Allerdings erwartet man zu Recht bei bestimmten Berufen ein besonderes Interesse, sich zu engagieren. Ähnlich verhält es sich z. B. bei Ärzten, Hebammen oder Lehrern. Es geht in diesen Berufen stets um menschliche Schicksale oder persönliche Biografien. Viele sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Manche setzen allerdings ihre eigenen Interessen vor die des fachlich Unkundigen und insofern Abhängigen. Bei ausgeprägtem finanziellen Interesse eines Anwalts bemerkt man seine Prioritäten oft schnell: Rechnungen sind hoch, werden umgehend eingefordert und stehen in der Rangliste vor der Hilfe, die man als Mandantin so dringend braucht.

Der Anwalt vertritt mich, nicht meine Kinder

Schwieriger wird es bei der Unterscheidung, ob ein Anwalt gut ist oder nicht, wenn er – in vermeintlich weiser Absicht – vorgibt, sich für die Kinder einzusetzen. Das kann vor allem dann vorkommen, wenn es sich um einen Fachanwalt für Familienrecht in Verbindung mit eigener Mediatorenausbildung handelt.

Was sich im ersten Moment so vernünftig anhört, hat einen entscheidenden Denkfehler: Er ist Ihr Anwalt, nicht der Ihrer Kinder! Ihre Kinder brauchen keinen Anwalt. Sie brauchen in erster Linie eine sich in Sicherheit fühlende, psychisch stabile und halbwegs entspannte Mutter. Dafür braucht sie wiederum einen versierten und engagierten Anwalt, der ihr die Strapazen und Nöte in familienrechtlichen Verfahren so weit es geht abnimmt. Die Gefahr, dass ein Anwalt seine eigene Definition von Kindeswohl in das Verfahren einbringt, ist groß, wenn er sich nicht auf die Durchsetzung Ihrer Interessen konzentriert. Er macht sich damit möglicherweise zum Helfer eines Familienrechtssystems, das an vielen Stellen mit strukturellen Missständen behaftet ist und leider oftmals das Kindeswohl aus den Augen verliert.

Mein Anwalt, meine Interessen!

Wenn ein Anwalt beispielsweise seine Mandantin gegen ihren Willen und ohne wirkliche Not zu einem Vergleich rät oder sogar drängt, vertritt er nicht ihre Interessen, sondern macht sich zum verlängerten Arm des Familiengerichts. Natürlich behält nicht jede betroffene Mutter das Augenmaß und ist frei von emotionalen Befindlichkeiten. Und natürlich liegt es im Geschick eines guten Anwalts, das zu erkennen und helfend auf die psychisch oft stark belastete Frau einzuwirken. Aber hier ist neben der fachlichen Versiertheit vor allem die persönliche Reife eines Anwalts von Bedeutung. Diese geht allerdings nicht unbedingt mit dem Alter einher. Ein Anwalt, der sich aufgrund persönlicher Neigung, eigener Interessen oder schlichtweg Überheblichkeit über die Interessen der eigenen Mandantin hinwegsetzt, kann selbst bei fachlich überragender Erfahrung kein guter Anwalt für Sie sein.

Nach welchen Kriterien sollte ich einen Anwalt aussuchen?

Neben dieser grundsätzlichen Betrachtung des anwaltlichen Handelns gibt es weitere Kriterien, die beachtet werden sollten.

Es stellt sich zum Beispiel in kleineren Städten die Frage, ob der Anwalt aus dem eigenen Gerichtsbezirk kommen soll oder nicht. In sehr kleinen Gerichtsbezirken, manchmal mit nur einem oder zwei Familienrichtern, hat der Anwalt immer mit denselben Personen zu tun. Das kann ein Vorteil sein – es kann sich aber auch nachteilig auswirken: Man kennt sich, man tut sich nicht weh. Selbst in schwierigen Verhandlungen wird ein Anwalt in „seinem“ Gericht mit dem Richter vorsichtig umgehen, denn er darf es sich nicht mit ihm verscherzen. Das sollte man zwar grundsätzlich nicht, denn der Richter sitzt stets am längeren Hebel; aber manchmal ist es unumgänglich, auch einem Richter zu widersprechen oder deutliche Worte zu finden. Trotzdem wird ein Anwalt kaum sein eigenes Nest beschmutzen, denn er ist vielleicht schon morgen mit dem nächsten Mandanten beim selben Richter.

Andererseits kann es auch von Vorteil sein, einen Anwalt aus demselben Gerichtsbezirk zu wählen. Vielleicht weiß er in welche Richtung der Richter tendiert. Ein Gericht ist zwar stets zur Einzelfallprüfung verpflichtet; de facto aber haben Sie es mit einem Menschen zu tun. Das hat zur Folge, dass auch er sich trotz schwarzer Robe – wie jeder Mensch – mehr oder weniger von persönlichen Präferenzen leiten lässt. Diese im Vorfeld zu kennen, kann hilfreich bei der Wahl der richtigen Strategie sein.

Anwalt oder Anwältin?

Manche Rat suchende Frau sucht bewusst einen männlichen oder weiblichen Anwalt, weil sie damit bestimmte Eigenschaften verbindet. Viele Frauen bevorzugen eine Anwältin, die selbst Mutter ist, weil sie sich besser verstanden und aufgefangen fühlen. Die Gemeinsamkeit Mutterschaft führt zu Vorschussvertrauen; man findet sich sympathisch. Das allein ist aber noch keine Garantie für ihre Qualifikation als Anwältin. Andere wiederum wählen einen männlichen Anwalt als Gegenspieler für den Ex-Partner. Hierin liegt oft die bewusste oder unbewusste Hoffnung, dass der männliche Anwalt sich schützend vor sie stellt. In diesen und ähnlichen Überlegungen liegt die grundsätzliche Gefahr, dass die betroffene Mutter zu viel von der Anwältin oder dem Anwalt erwartet. Sie oder er ist ihre juristische Vertretung – nicht mehr und nicht weniger!

Natürlich ist es angenehmer, wenn man sich sympathisch findet, aber es darf nicht das einzige Auswahlkriterium sein. Vielmehr ist es trotz der hohen emotionalen Belastung wichtig, die Aufgabenstellung des juristischen Vertreters nicht mit psychologischer Betreuung zu verwechseln oder zu vermischen. Wenn Sie also eine bewusste Entscheidung für Mann oder Frau treffen wollen, dann sollten Sie sich vorher über Ihre tatsächlichen Beweggründe im Klaren sein. Eine falsche, wenn auch unbewusste Erwartungshaltung führt unweigerlich zu Enttäuschung.

Wie finde ich einen aggressiven Anwalt?

Nicht selten überlegen Frauen, einen aggressiven Anwalt zu beauftragen. Zunächst muss man sich überlegen, was genau damit gemeint ist.

Häufig beschweren sich Frauen, der eigene Anwalt würde zu wenig schreiben, obwohl sie ihm viele Informationen zugearbeitet hätten. Andere wiederum reden in der Verhandlung hauptsächlich selbst, weil ihrer Meinung nach der eigene Anwalt zu wenig sagt. Einer emotional aufgewühlten Mutter erscheint jedes Detail gleich wichtig: Es soll alles geschrieben und alles gesagt werden! Dabei reden sich Frauen häufig selbst um Kopf und Kragen, ohne es zu merken.

Wenn ein Anwalt Ihre Interessen vertritt, fachlich versiert und persönlich gefestigt ist, wird er ausreichend detaillierte Schriftsätze verfassen und sich angemessen in der Verhandlung verhalten. Der Richter ist nicht an Details interessiert, weshalb zum Beispiel die elterliche Kooperation in der Vergangenheit nicht funktionierte. Mutter und Vater haben hierbei stets auseinandergehende Sichtweisen, deshalb sind sie ja bei Gericht. Stattdessen sucht der Richter Lösungen für die Zukunft. Ein guter Anwalt weiß das – und lässt weg, was nicht hilfreich ist.

Der richtige Anwalt bei Trennungskriminalität

Manchmal suchen Frauen einen aggressiven Anwalt, weil sie die Gegenseite als aggressiv empfinden – oder weil die Gegenseite aggressiv ist. Das ist zum Beispiel immer der Fall, wenn es um Trennungskriminalität geht. Gemeint ist hiermit ein Verhalten der Gegenseite, das unter Umständen sogar strafrechtliche Relevanz hat: Verleumdung, Lügen, falsche eidesstattliche Versicherungen sowie psychische, finanzielle und nicht selten auch körperliche Gewalt sollen den Ausgang der familienrechtlichen Verfahren direkt oder indirekt durch Destabilisierung der Kindesmutter manipulieren.

In ihrer Verzweiflung suchen Frauen Hilfe durch einen „bissigen“ Anwalt. Sicher ist es nicht verkehrt, wenn ein Anwalt sich mit entsprechendem Auftreten in der Verhandlung Respekt verschafft. Einen Kindesvater, der es darauf anlegt, die Ex-Frau fertig zu machen, wird es nicht bremsen. Ein gestandener Anwalt wird dennoch stets das Augenmaß behalten: Es gibt ein Ziel, und er wird nur das tun und sagen, was für die Erreichung des Zieles hilfreich ist. Es geht in der Verhandlung weder um Rache, noch um einen Machtkampf und schon gar nicht um die Lösung etwaiger Paarkonflikte. Das ist weder die Aufgabe des Juristen noch die des Gerichts.

Das Vorverfahren ist entscheidend!

Viel entscheidender als die Verhandlung selbst ist die Zeit davor. Hier findet der Meinungsbildungsprozess statt, nicht erst in der Verhandlung. Wichtig sind also prägnante Schriftsätze des Anwalts, strategisch hilfreiches Verhalten der betroffenen Mutter und das Wohlwollen der Verfahrensbeteiligten, was allerdings nicht immer gegeben ist. In solchen Fällen würde ein aggressiv auftretender Anwalt eher noch mehr Porzellan zerschlagen als notwendig. Wichtiger ist es, zumindest das Bestmögliche unter den unabänderlichen Gegebenheiten herauszuholen.

Es ist wie auf dem Fußballplatz: Wer gegen den Schiri meckert (hier: Richter, Jugendamtmitarbeiter, Verfahrensbeistand und Gutachter), landet auf der Reservebank und darf nicht mehr mitspielen. Deshalb ist es wichtig, sich auch bei fiesen Angriffen seitens eines rücksichtslos agierenden Kindesvaters nicht provozieren zu lassen. Ein guter Anwalt wird angemessen einschreiten, wenn es nötig ist, und die betroffene Mutter schützen, aber nie aggressiv gegen Verfahrensbeteiligte handeln. Hierbei hilft nur viel Erfahrung mit sogenannten hochstrittigen Verfahren. Wenn Sie also erwarten, dass der Kindesvater gewissenlos handeln und auch vor Trennungskriminalität nicht zurückschrecken wird, dann achten Sie darauf, dass der Anwalt mit diesem Persönlichkeitstyp Erfahrungen hat und die Situation nicht verharmlost. Nur wenn der Anwalt die Gewalt erkennt, ist er in der Lage, Ihre Sorgen zu akzeptieren und angemessen zu handeln.

Wie finde ich einen engagierten Anwalt, wenn ich kein Geld habe?

Grundsätzlich sind Anwälte verpflichtet, auch auf VHK-Basis zu arbeiten. VKH steht für Verfahrenskostenhilfe; es bedeutet, dass die Kosten für den Anwalt, Gericht und ggf. Gutachten zunächst vom Staat übernommen werden. Unter Umständen müssen Sie sich mit Raten daran beteiligen oder Sie müssen die Kosten später an den Staat zurückzahlen, wenn Sie wieder leistungsfähig sind.

Die Kosten für Anwalt und Gericht werden nach dem sogenannten Streitwert berechnet, den das Gericht festlegt. Meist liegt er bei Kindschaftssachen in Eilverfahren bei 1.500 € und in der Hauptsache bei 3.000 €. Die Regelvergütung für Anwälte beträgt dann im Eilverfahren rund 365 € und im Hauptverfahren rund 620 €. Wird eine Einigung erzielt, also ein Vergleich geschlossen, erhöht sich der Betrag auf rund 480 € bzw. 870 €. (Stand 2018)

Es ist objektiv schwierig, bei diesem Honorar wirtschaftlich zu arbeiten, wenn man die Zeit für Beratung, Schriftsatzerstellung und Gerichtsverhandlung bedenkt. Kommen jetzt noch seitenlange Schriftsätze der Gegenseite, Gutachten und Telefonate mit der emotional belasteten Mandantin hinzu, wird es zum Verlustgeschäft. Deshalb lehnen einige Anwälte Kindschaftssachen auf VKH-Basis mittlerweile ab. Diejenigen, die solche Verfahren annehmen, kommen letztlich – bei allem Engagement – nicht umhin, ökonomisch zu arbeiten, um wenigstens kostendeckend zu wirtschaften.

VKH oder Stundensatz?

Viele Anwälte rechnen daher Kindschaftssachen entweder auf Stundenbasis oder pauschal ab. Eine Abrechnung auf Stundenbasis sichert natürlich das Engagement des Anwalts, kann aber ein Fass ohne Boden werden. Eine angemessene pauschale Regelung sichert ebenfalls das Engagement und hilft die Kosten im Überblick zu behalten.

Wenn man bedenkt, dass Sie im Falle von VKH die zunächst vom Staat übernommenen Kosten vermutlich sowieso zurückzahlen müssen, dann kann es sinnvoll sein, gleich mit dem Anwalt eine für beide Seiten akzeptable Honorar- und Abzahlungsvereinbarung zu treffen. Der Anwalt kann mehr Zeit in Ihren Fall investieren und Sie fühlen sich vermutlich besser betreut.

Der Anwalt als juristische Vertretung

Zunächst einmal: Bewahren Sie sich Ihr Selbstverständnis als Mutter! Sie sind die Expertin für Ihr Kind, auch wenn Ihnen das von vielen Verfahrensbeteiligten oftmals abgesprochen wird.

Ihr Anwalt ist Ihr juristischer Vertreter, der Ihre Interessen bei Gericht in geeigneter Weise durchsetzen soll. Dafür wird er bezahlt. Überfordern Sie Ihren Anwalt nicht mit Details. Bedenken Sie, dass er zwar mit Ihrer emotionalen Belastung, die diese Verfahren mit sich bringen, menschlich umgehen können muss. Aber er ist nicht Ihr psychologischer Berater.

Nehmen Sie, wenn Sie das für hilfreich erachten, während der Verfahren psychologische Hilfe in Anspruch. Das Ziel ist dabei, Sie zu stabilisieren und zu stärken. Leider wird es oftmals von Verfahrensbeteiligten nicht als Stärke angesehen, sich rechtzeitig um Hilfe zu bemühen. Das Gegenteil ist der Fall. Es wird oft als Zeichen von emotionaler Instabilität gesehen mit der Folge, dass dies in den Verfahren gegen Sie gewerteten werden kann. Behalten Sie das also möglichst für sich. Der Besuch beim Therapeuten ist Ihre höchstpersönliche Angelegenheit!

Erfahrungen anderer nutzen

Fragen Sie im Familien- und Freundeskreis nach Empfehlungen. Eine gute Quelle ist auch das Internet, zum Beispiel Facebook. Hier gibt es mittlerweile etliche Gruppen, in denen sich Frauen austauschen, die in ähnlicher Situation sind. Überlegen Sie sich vorher, welche der oben genannten und weiteren Kriterien Ihnen bei der Wahl des geeigneten Anwalts wichtig sind, und fragen Sie dezidiert danach.

Möglicherweise kann es sinnvoll sein, mit zwei oder drei verschiedenen Anwälten ein erstes Beratungsgespräch zu führen, bevor Sie sich entscheiden. Aber Vorsicht: Auch ein Erstgespräch ist mit Kosten verbunden (üblich bis zu 190 € plus MwSt., Stand 2018) – fragen Sie unbedingt vorher nach. Da es sich um eine weitreichende Entscheidung für eine Vertretung meist über einige Jahre handelt, können diese Kosten eine durchaus sinnvolle Investition sein, bevor Sie das Mandat erteilen. 

Mit dem Anwalt über Honorar sprechen!

Bevor Sie die Vertretungsvollmacht für den Anwalt unterschreiben, fragen Sie genau nach den zu erwartenden Kosten für die verschiedenen Verfahren (z. B. Scheidung, Umgang, Sorgerecht, Unterhalt). Bietet der Anwalt eine Honorarvereinbarung auf Stundenbasis an, fragen Sie nach, ob er sich auf eine pauschale Vergütung einlassen würde. Nicht alle Anwälte bieten das an, was in besonders komplizierten Fällen zum Teil auch nachvollziehbar ist.

Aber Vorsicht: Ein hoher Stundensatz sagt noch nichts über die Güte der anwaltlichen Vertretung aus. Versuchen Sie, trotz emotionaler Belastung einen klaren Blick auf die zu erwartenden Kosten zu bewahren. Bitten Sie ihn, falls notwendig, gleich um eine Abzahlungsvereinbarung, die Sie auch auf längere Sicht einhalten können.

Der richtige Anwalt hilft, aber garantiert nicht

Bei der Wahl eines guten Anwalts gilt das gleiche wie auch in anderen Lebensbereichen: Nachher ist man immer schlauer. Dennoch ist es hilfreich, sich nicht nur über die Erfahrungen anderer Betroffener zu informieren, sondern sich auch darüber bewusst zu werden, was Ihnen bei einem Anwalt wirklich wichtig ist. Das ist zwar immer noch keine Garantie dafür, dass die gerichtlichen Verfahren in Ihrem Sinne entschieden werden. Aber die Wahl des richtigen Anwalts ist ein wichtiges Element bei der Durchsetzung Ihrer Interessen – und häufig auch zum Schutz Ihrer Nerven.

 

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