Im Familiengericht

Viele Frauen betreten zum ersten Mal in ihrem Leben ein Gerichtsgebäude, wenn sie in einem familienrechtlichen Verfahren zu Umgang und Sorgerecht für ihre Kinder vor dem Familiengericht erscheinen müssen. Aber selbst, wenn sie zum Beispiel im geschäftlichen Leben gewohnt sind, schwierige Situationen zu bewältigen oder sogar Verhandlungen zu führen, bedeutet die Verhandlung im Familiengericht für sie eine besondere Herausforderung. Egal mit welchem familiären, sozialen oder finanziellem Hintergrund, hier sind sie unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Entscheidungen zu Umgang und Sorgerecht haben weitreichende Konsequenzen für die Familie und für die Biographie der Kinder. Viele Mütter haben deshalb Angst, etwas falsch zu machen, denn es geht um das Wertvollste in ihrem Leben: Es geht um ihre Kinder.

Die Sorgen sind berechtigt

Seit Einführung des aktuellen Kindschaftsrechts 1998 erleben immer mehr Mütter in Verfahren zu Umgang und Sorgerecht, dass ihre Rechte und die ihrer Kinder nicht gewahrt sind. Viele Mütter berichten von Nötigung und Willkür im Familiengericht und dem angeschlossenen Helfersystem – im Namen des Kindeswohls.

Ohnmächtig stehen sie den Verfahrensbeteiligten gegenüber: Sie können ihre Kinder und sich nicht mehr schützen. Die Belastung der Kinder – bis hin zur Kindeswohlgefährdung durch langjährige Prozesse mit unzähligen Verfahrensbeteiligten – und Mütter in solchen strittigen Verfahren ist enorm.

Strukturelle Missstände im Familiengericht

…an dem Text arbeite noch…

 

4 comments to “Im Familiengericht”
  1. Schön guten Tag. Ich suche als Vater dringend Unterstützung und Beratung. Da ich durch das Narzisstische Verhalten und Inszenierungen in einer Befangenheit befinde. Und mich selbst psychisch untergraben wurde/und leider immer noch befind.!
    Mfg
    Würde mich freuen über jegliche Antwort und hilfe

    • Lieber betroffener Vater,

      ich bin mir darüber im Klaren, dass es ebenso narzisstische Kindesmütter gibt, wenngleich der weibliche Narzissmus seltener ist. Auch in diesen Fällen ist zu vermuten, dass das Familiengerichtssystem versagt, da es grundsätzlich die dahingerliegende Gewalt nicht erkennt bzw. nicht bewertet. Das ist in jedem Fall falsch! Für das Opfer und für die Kinder. Dennoch habe ich mich entschlossen, ausschließlich betroffene Mütter zu beraten. Da es sich immer um eine Gewaltbeziehung handelt, manchmal auch mit körperlicher Gewalt, brauchen Betroffene einen sicheren Raum, um sich anzuvertrauen und um das Gefühl zu haben, dass sie verstanden werden. Denn meistens rennen sie gegen Wände mit ihren Sorgen und Bedenken. In sehr vielen Fällen finden die meistens hochgradig verzeifelten Frauen in mir zum ersten Mal eine Person, die versteht und glaubt, was sie zu berichten haben – auch wenn es sich zunächst unglaubwürdig anhört. Um den Frauen diesen Raum mit größtmöglicher Sicherheit zu geben, berate ich ausschließlich Frauen. Es tut mir leid.

      Gestatten Sie mir einen Rat: Aufgrund meiner Beratungserfahrung kann ich Ihnen nicht raten, sich bei einem der einschlägigen Vätervereine, wie z. B. Väteraufbruch, beraten zu lassen. Dort wird regelmässig Öl ins Feuer geschüttet, nur um vermeintliche Väterrechte zu wahren – den Blick auf das Kind haben leider viele von diesen Vertretern längst verloren, wenn sie ihn überhaupt je hatten. Allerdings argumentieren sie ständig damit. Am besten sind Sie aufgehoben im Netzwerk rund um das Thema „häusliche Gewalt“ – ich bin mir sicher, dass man Sie dort auch als Vater beraten und betreuuen kann.

      Bedenken Sie bitte bei einem narzisstischen Elternteil: Es geht IMMER über die Kinder. Sie entscheiden, was Ihnen wichtiger ist, Recht bekommen oder die Kinder zu schäützen, so gut es unter den (eingeschränkten) Möglichkeiten geht. Erfahrungsgemäß wenden sich Kinder ab der Pubertät oder etwas später vom manipulierenden Elternteil ab. Ihre gesamte Strategie sollte also einen längeren Zeithorizont vor Augen haben. Sie sind nicht nur in den ersten Jahren Vater (oder Mutter) Ihrer Kinder, sondern Ihr Leben lang.

      Alles Gute!

  2. Was für ein fairer und fachlich zutreffender Kommentar an den Vater.

    Sie sind wirklich eine großartige Frau, Frau Thieme.
    Ich fühle mich durch die Informationen auf Ihrer Seite irgendwie geborgen.

    Schlimmer kann es nicht mehr kommen.

    Liebe Grüße,
    Ramona Schöninger

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