Kommunikation

Kommunikation kann schwierig sein, vor allem, wenn man sich unterlegen oder angegriffen fühlt. Kennen Sie diese Sätze?

Ich muss mich immer rechtfertigen…

Nein, müssen Sie nicht. Niemals.

In der Kommunikationsberatung erfahren Sie, weshalb Sie möglicherweise dazu neigen, häufig in die Rechtfertigungsfalle zu laufen. Meist werden vom Gesprächspartner – bewusst oder unbewusst – Glaubenssätze von Ihnen angetriggert, die auf den Prüfstand gehören, so dass Kommunikation auf Augenhöhe möglich ist.

Verfahrensbeteiligte bei Gericht, Jugendamt & Co. verfügen de facto über die Entscheidungsmacht, was mit Ihnen und Ihren Kindern geschieht. Eine Kommunikation auf Augenhöhe mit einem Gesprächspartner, mit dem Sie formell nicht gleichberechtigt sind, ist schwierig. Aber es ist möglich und – wie ich meine – unbedingt notwendig.

Aber auch die Kommunikation mit einem unfairen Gesprächspartner darf nicht in Rechtfertigungen enden. Diese ziehen Sie energetisch runter wie Treibsand. Es raubt Ihnen jede Kraft und bringt in der Sache gar nichts. Wichtiger ist es, die Tretminen, die der andere – oftmals absichtlich – auslegt, rechtzeitig zu erkennen und selbstbewusst zu umschiffen.

Kommunikationsberatung fängt also bei Ihnen an. Bei Ihren Ressourcen, bei Ihren Glaubenssätzen und bei Ihrem derzeitigen Kommunikationsstil. Mit ein wenig Übung werden Sie zur Spürnase für Tretminen – und wissen damit richtig umzugehen.

Die Chemie stimmt einfach nicht…

Jeder kennt die Situation: Ein Blick, zwei Worte – und man weiß, man kommt nicht miteinander klar. Manchmal ist es aber notwendig, über den Schatten zu springen, weil dieser Gesprächspartner eine wichtige Funktion hat. Ein entscheidener Faktor für eine erfolgreiche Kommunikation ist die gegenseitige Sympathie. Nur so gelingt es, den Gesprächspartner für mich und für meine Argumente zu gewinnen. Was also tun, wenn die Chemie nicht stimmt?

Kann ich lernen, sympathisch zu sein?

Ja, das können Sie! Und es ist wichtig, wenn Sie andere von Ihren Argumenten überzeugen wollen.

Kommunikation zwischen Menschen läuft nicht nur auf der Sachebene ab, auf der Daten, Fakten und Argumente ausgetauscht werden. Sympathie ist entscheidend, ob der andere mir tatsächlich und vor allem wohlwollend zuhört. Oder anders ausgedrückt: Wenn ich einem Gesprächspartner – bewusst oder unbewusst – auf die Füße trete, wird er sich anschließend kaum für mich einsetzen.

Häufig denken betroffene Mütter, der Jugendamtsmitarbeiter oder der Verfahrensbeistand müssen alle Argumente und alle Fakten erfahren. Sie verlieren sich in Details, die der andere gar nicht verarbeiten kann und oftmals auch gar nicht hören will. Viel wichtiger ist es, dass der Gesprächspartner Sie – zumindest unbewusst – sympathisch findet. Das ist in emotional belasteten Gesprächen oftmals schwierig, aber mit den richtigen Komunikationstechniken meistens möglich.

Er versteht einfach nicht, was ich meine…

Vermutlich können Frauen mindestens genauso gut einparken wie Männer. Aber: Gibt es Unterschiede in männlicher und weiblicher Kommunikation? Worauf muss ich achten, wenn ich es mit männlichen Gesprächspartnern zu tun habe? Welche Spielchen werden gern – auch gerade von Frauen – in Gesprächssituationen mit Männern gespielt?

Für eine gelungene Kommunikation ist es notwendig, die eigenen Spiele und die des Gesprächspartners zu erkennen. In der Kommunikationsberatung lernen Sie, wie Sie mit diesen Situationen umgehen können.

Ich kann mich einfach nicht durchsetzen…

Die Frau, das soziales Wesen, stellt ihre eigenen Wünschen häufig hintenan. Manchmal ist die Durchsetzung der eigenen Interessen aber unabdingbar. Häufig haben Frauen dann Sorge, ihre Wünsche und Forderungen klar und unmissverständlich vorzutragen und durchzusetzen. Oder sie fühlen sich übergangen und gehen – unbewusst – zum verbalen Gegenangriff über und erklären dem anderen freundlich aber unmissverständlich, dass er keine Ahnung hat. Beide Strategien sind nicht hilfreich.

Am besten überzeugt man sein Gegenüber mit den Ohren

Betroffene Frauen neigen dazu, zu viel und zu offen zu reden. Sie gehen dabei nach Bauchgefühl – und das ist meistens ein Fehler. Das Bauchgefühl einer betroffenen Mutter ist oftmals von Angst, Sorge und manchmal Panik beeinträchtigt und führt sie in die Irre. Sie glaubt, nur möglichst alles zu berichten, dann wird ihr schon geglaubt. Das Gegenteil ist oftmals der Fall: Sie redet sich um Kopf und Kragen.

Meistens halten sich Jugendamtsmitarbeiter oder Verfahrensbeistand für die Experten für Ihr Kind. Manchmal sogar, ohne das Kind je gesehen oder gesprochen zu haben. Es ist aber auf keinen Fall sinnvoll, als Mutter einem Experten seines Faches erklären zu wollen, was das Beste und das Richtige für Ihr Kind ist. Das führt meist zu einer heftigen Gegenreaktion bei Fachmann/Fachfrau für Kindeswohl. Der Wunsch der Kindesmutter, die Kinder zu schützen, endet in solchen Fällen nicht selten in einem unbewussten Machtkampf, bei dem die Mutter stets den Kürzeren zieht.

Weitaus Erfolg versprechender ist es, das Gespräch mittels geeigneter Fragen zu lenken, den vermeintlichen Kinder-Experten durch Zuhören von sich zu überzeugen und sich trotzdem –  zumindest teilweise und soweit möglich – durchzusetzen. Das hört sich vielleicht erst einmal widersprüchlich an, aber das kann man lernen. Und es ist sogar recht einfach.

Kann ich meine Kommunikation durch die Beratung verändern?

Ja, und es ist oft auch notwendig. Denn es ist nichts Neues: Sie können einen anderen Menschen nicht ändern. Aber Sie können Ihre Kommunikation ändern. Das fängt bei Ihrer inneren Haltung sich selbst und Ihrem Gesprächspartner gegenüber an. Und geht mit gezieltem Einsatz von Kommunikationstechniken weiter.

Das Missverständnis ist der Regelfall in der Kommunikation.

Durch Ihr verändertes Komunikationsverhalten werden Sie veränderte Reaktionen beim Gesprächspartner erleben. Kommunikationstechniken helfen Ihnen, den anderen für sich zu gewinnen, Missverständnisse zu reduzieren, mit unfairen Gesprächstaktiken umzugehen und somit Ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Nicht immer, aber viel öfter als Sie vielleicht denken.